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STÄNDIG AKTUELLE NACHRICHTEN AUS CHRISTLICHER WELT

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Newsletter Nr. 43 vom 28. Oktober 2005

Liebe Abonnenten der Betanien-Nachrichten,
hiermit erhalten Sie die 42. Ausgabe unseres Nachrichten-Newletters. Vielen Dank für Ihr Interesse!
In einer Zeit, wo auch Christen immer mehr von Konsumdenken, Karrierestreben und Selbstverwirklichung geprägt werden, müssen wir uns neu fragen, welchem Sinn und Zweck unsere alltägliche Arbeit eigentlich dient. Das Neue Testament hat dazu eine eindeutige Antwort: „Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern mühe sich vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas mitzugeben habe!“ (Eph 4,28). Wir arbeiten also nicht für uns selbst, sondern damit wir „Bedürftigen“ etwas „mitgeben“ können. Das Leben als Christ hat also tatsächlich eine klare „soziale Komponente“, wie auch viele andere Schriftstellen belegen (Lk 3,11; Apg 4,32-35; Hebr 13,16 u.v.a.). Buße über bisherigen Eigennutz und Egoismus, das bescheidene und verborgene Praktizieren dieses „Mitteilens“, verbunden mit Gebet und der Ausschau nach offen Türen für das Evangelium werden Gott Frucht bringen, im Gegensatz zu groß angelegten politischen Projekten.
Herzlich grüßt, Hans-Werner Deppe

Ist die KfG eine Sekte?
Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), die zur EKD gehört, hat in ihrem „Materialdienst 9/05“ die Konferenz für Gemeinde (KfG) als „christliches Sektiertum“ bezeichnet. Anlass dazu war das Vorwort der KfG-Zeitschrift „Gemeindegründung 1/05“, worin zur KfG-Herbsttagung mit dem Thema „Katholiken für Christus gewinnen“ eingeladen wurde. Durch dieses Thema und durch die Aussagen im Vorwort, dass die römisch-katholische Kirche nach wie vor Werkgerechtigkeit lehrt und daher kein Heil vermittelt, unterstreiche „die KfG eindrucksvoll ihre Ferne zur Ökumene“. Mag diese Feststellung noch im Sinne der KfG sein, folgt darauf aber eine unseriöse Unterstellung mit einem Zitat aus einem ACK-Papier, die KfG erhöbe „einen exklusiven Anspruch, dass sie allein den richtigen Glauben habe und vertrete“ und daher „zu den christlichen und pseudochristlichen Sekten“ gehöre. Die KfG, die weder Kirche noch Dachverband noch gemeindeähnliche Gemeinschaft ist, in Verbindung mit einem solchen „exklusiven Anspruch“ zu bringen, zeugt von Unkenntnis grenzt an Verleumdung. Ironischerweise trifft aber genau dieser Anspruch auf die römisch-katholische Kirche zu, zu deren ökumenischer Juniorpartnerschaft der EZW-Autor Lutz Lemhöfer mahnt.
Quelle: www.ekd.de/ezw/42529.html 

Volxbibel im eigenen Verlag
Die so genannte „Volxbibel“, eine subkulturell überfremdete Jesus-Freak-Version des Neuen Testaments, die ursprünglich bereits im September im Brockhaus-Verlag erscheinen sollte, wird nun in einigen Wochen von einem eigens gegründeten „Volxbibel-Verlag“ herausgegeben. Damit reagierten der Brockhaus-Verlag und dessen Dachgesellschaft „Stiftung Christliche Medien“ (SCM) auf heftige Proteste und eine damit verbundene Gefährdung geschäftlicher Beziehungen. Ob der Volxbibel-Verlag selbst zur SCM gehören und von deren Unternehmen IC-Medienhaus (vormals Hänssler) ausgeliefert werden soll, ist derzeit noch unklar. Nachdem die Volxbibel im ICM-Sortiment unter www.haenssler.de  eine Zeitlang nicht mehr aufgeführt war, findet sie sich dort jetzt unter neuer Verlags- und Artikelnummer-Angabe. Auf der Internetseite des Volxbibel-Verlags ist im Impressum ICM als einzige Adresse angegeben. Eine zur Buchmesse Mitte Oktober angekündigte Presseerklärung wurde verschoben.
Ende November/Anf. Dezember soll beim Betanien Verlag ein Buch zu diesem Thema erscheinen: „Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe“ von Rudolf Ebertshäuser. Es kann vorbestellt werden unter www.cbuch.de/d_175972_Gottes_Wort_oder_Menschenwort__Vorschau2497.htm 

Allianz-Gebetswoche für UNO-Anliegen
Die nächste Gebetswoche der Ev. Allianz vom 8.-15. Januar 2006 soll die von 200 Regierungschefs beschlossenen UNO-Milleniumsziele zum Thema haben. An den acht Tagen dieser Woche bildet jeweils eines der acht Milleniumsziele das zentrale Gebetsanliegen. Neben Zielen wie „Halbierung der Armut bis 2015“, „Umwelt und ökologische Nachhaltigkeit“ und „Weltweite Partnerschaft für Entwicklung“ gehört zu den Zielen die „Gleichberechtigung und Förderung von Frauen“, worin auch „sichere Abtreibung“ miteingeschlossen ist. Der Punkt Abtreibung steht zwar an dieser Stelle nicht im Begleitheft zur Gebetswoche und gehört sicher nicht offiziell zu den Gebetsanliegen. Fragwürdig ist jedoch prinzipiell die Anlehnung an das UNO-Programm. Die UNO ist schließlich weder politisch noch religiös neutral, sondern zutiefst von einem New-Age-Streben geprägt. Zu der Verbindung zwischen Ev. Allianz und UNO-Zielen kommt es durch die so genannte „Micha-Initiative“ (Micah-Challenge), einem Netzwerk von rund 280 christlichen Organisationen, das die Milleniumsziele der UNO unterstützen will. Die Weltweite Ev. Allianz gehört zum Micha-Netzwerk und auch die Deutsche Ev. Allianz hat beschlossen, bei der Micha-Initiative mitzumachen. Diese Fixierung auf soziales Engagement ist jedoch unter Evangelikalen umstritten, da es die Missionsaufgabe verdrängen könnte.
Quellen: EAD-Gebetsheft, Topic, idea
[Korrektur 31.10.05: Die Milleniums-Ziele bilden nicht die "zentralen" Gebetsanliegen, sondern sind nur zusätzliche Anliegen neben dem Hauptthema der "Ich-bin-Worte"-Jesu.]

Charismatische Irrlehren
Unter www.betanien.de/verlag/material/WortdesGlaubens.pdf  haben wir einen Artikel von Alexander Seibel über die so genannten Wort-des-Glaubens-Bewegung veröffentlicht. Ihre Lehre vom „Wort des Glaubens“ oder „Rhema“, die auf führenden Charismatikern wie Kenneth Hagin und Kenneth Copeland basiert, spielt eine zentrale Rolle in der Charismatischen Bewegung. In Deutschland ist sie z.B. durch Wolfhard Margies (Berlin) und Peter Wenz („Biblische Glaubensgemeinde Stuttgart“) repräsentiert. Lehrer der Wort-des-Glaubens-Bewegung gehen so weit, dass sie behaupten, Paulus sei nur deshalb nicht von seinem „Dorn im Fleisch“ geheilt worden, weil er Gott um Heilung gebeten zu habe, anstatt es selber zu tun. Auch über das Erlösungswerk verbreiten Führer der Rhema-Bewegung haarsträubende Irrlehren, so z.B. dass die Erlösung nicht am Kreuz geschah, sondern in Jesu angeblich anschließendem geistigen Abstieg in die Hölle.
Auch der Prediger der Satelliten-Evangelisation „Jesus on Air“, Pastor Bayless Conley, vertritt die Rhema-Lehre. Die Ende September aus Stuttgart ausgestrahlte Großevangelisation wurde von einem idea-Bericht zufolge von 30.000 Menschen in 88 Übertragungsorten besucht. Es habe Krankenheilungen und Hunderte von Bekehrungen gegeben.

Katholik behauptet Gott, den Vater, gesehen zu haben
Die Geschichte des australischen Katholiken Alan Ames liest sich streckenweise wie das Bekehrungszeugnis eines Evangelikalen. Gerade das macht ihn auch für Christen außerhalb der katholischen Kirche sympathisch. Ames ist ein bekannter Mystiker und Charismatiker, der u.a. als Redner am katholischen Weltjugendtag 2002 in Toronto mitwirkte und kürzlich auf einer Vortragsreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs war. Am aufsehenerregendsten ist wohl seine Behauptung, Eingebungen und Visionen nicht nur von Engeln, der „Gottesmutter“, Heiligen, der Apostel Andreas und Matthäus sowie Jesus selbst bekommen zu haben, sondern dass ihm sogar Gott, der Vater, sichtbar erschienen sei (1Tim 6,16 sagt jedoch: „... den kein Mensch gesehen hat, auch nicht sehen kann“; vgl. 2Mo 33,20 u.a.). Ames jedoch habe „Gott Vater verschiedene Male gesehen, entweder auf einem Thron sitzend oder stehend mit weit ausgebreiteten Armen. Ich falle immer nieder und küsse Seine Füße“, so Ames.
Doch auch andere Praktiken und Aussagen von Ames lassen aufhorchen: Auf seiner Internetseite heißt es, dass er mittlerweile „alle Gaben des Heiligen Geistes empfangen“ habe. Dazu gehört die „Gabe der Heilung“, die er nach seinen Vorträgen durch Heilungsgebete mit Handauflegung ausübt. Dabei kommt es bei den zu heilenden Personen oft zum Umfallen nach Hinten und zum so genannten „Ruhen im Geist“. Die Umgefallenen berichten dann oft „von wundervollen Erlebnissen mit Gott oder der Gottesmutter“
„Maria“ sagte in einer Erscheinung zu ihm, alle Menschen seien Brüder Jesu und gehörten zur Familie Gottes. „Jesus“ fordert von ihm Gehorsam gegenüber der katholischen Kirche.
Quellen: alanames.org, kath.net/detail.php?id=11579

Papst empfängt Küng
Die Audienz des Tübinger Theologen Hans Küng bei Papst Benedikt XVI. am 26. September wurde in der Öffentlichkeit als ein hoffnungsvolles Zeichen für einen Fortschritt im Dialog der Religionen gewertet. Küng, der sich weltweit für diesen Dialog im Rahmen eines interreligiösen „Weltethos“ einsetzt und unter Katholiken sehr beliebt ist, wurde wegen seiner kirchenkritischen Haltung vor etlichen Jahren von der Kirche die offizielle Lehrerlaubnis entzogen. Ein Gespräch mit Ratzinger lehnte er bisher ab, sondern forderte seinerzeit eine Audienz bei Papst Johannes Paul II. Mit der Vorladung zur Audienz ist Papst Ratzinger ein taktisch kluger Schritt gelungen. Nach außen hin wurde Versöhnung und Schlichtung des Streits demonstriert, inhaltlich wurden aber keinerlei kontroverse Themen angesprochen. Dennoch ist dies nicht als bloß äußerliches Zeichen einer Annäherung und sich anbahnenden Aussöhnung zu werten, sondern anscheinend auch ein taktischer Schritt der Vereinnahmung Küngs durch den Vatikan. So interpretierte Radio Vatikan aufgrund eines Kommentars des Vatikankardinals George Cottier den Besuch mit der Überschrift: „Papst will Küng zur Einheit zurückführen“.

Rick Warrens Anti-Fundamentalismus
Der einflussreiche Pastor und Autor Rick Warren hat sich in einer Rede auf einem christlichen Forum („Pew Forum“) in den USA gegen den historischen christlichen Fundamentalismus ausgesprochen. Er sagte: „Heute gibt es nicht mehr so viele Fundamentalisten ... sie sind eine kleine Minderheit ... Das Wort ‚Fundamentalist’ stammt von einem Dokument aus den 1920er Jahren namens ‚The Five Fundamentals of the Faith’. Es ist eine sehr gesetzliche, enge Sicht des Christentums ... Fundamentalistische Gemeinden ... sind alle sehr klein, es gibt keine großen ... diese Gruppe schrumpft immer weiter“ ("Myths of the Modern Mega-Church," 23. May 23 2005, Transkript des Pew Forum).
Mit dieser Aussage verkennt Warren den historischen christlichen Fundamentalismus jedoch völlig. Erstens geht dieser zurück auf eine zwölfbändige Buchreihe „The Fundamentals“ aus den Jahren 1910-1915, zweitens sind die Fundamentalisten in den USA (vergleichbar mit den konservativ-bibeltreuen Evangelikalen hierzulande) eine große und wachsende Bewegung mit zehntausenden Gemeinden allein in den USA und drittens prangert Warren mit seiner Aussage nicht Gesetzlichkeit, sondern schriftgebundene Bibeltreue an. Er selbst und seine Anhänger verbreiten stattdessen zunehmend einen gefährlichen Antinomismus (Lehre der Gesetzlosigkeit), indem sie ein geglättetes Evangelium ohne „anstößige“ Sündenerkenntnis verkünden.
Quelle: wayoflife.org

„Leben mit Vision“ in der Kritik
Das neu beim Verlag CLV erschienene Buch „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ (Hrsg. John MacArthur), das aktuelle Trends unter Evangelikalen kritisch beurteilt, widmet ein Kapitel auch dem umstrittenen Bestseller „Leben mit Vision“. Der Autor kommt dabei zu dem Ergebnis: „... der Ansatz dieses Buches (scheint) sehr typisch für heutige evangelikale Trends zu sein – oberflächlich, verwässert und zum Wohlfühlen gedacht. Unserer Meinung nach ist der Umgang mit der Bibel zu willkürlich, das theologische Gerüst zu instabil, die Versprechen, die in dem Buch gegeben werden, sind zu hochmütig, und seine Verbindung zu anderen Produkten (z.B. Kirche mit Vision) auf dem Markt ist zu eng, als dass sie ignoriert werden könnte.“
Weitere Kapitel des Buches behandeln den Bestseller „Der ungezähmte Mann“, „jugendgemäße“ Bibelausgaben, moderne Lobpreismusik, das Problem seichter Predigten, Bekehrungsaufrufe, Konsumdenken u.v.m. Details und Bestellmöglichkeit unter www.cbuch.de/d_255979_Es_ist_nicht_alles_Gold_was_glanzt2468.htm 

Ist die Lehre der Irrtumslosigkeit der Bibel „kollektive Verdummung“?
Laut Berichten von idea und die-gemeinde.org haben evangelikale Theologen auf dem Jahrestreffen der Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik (GFTP) in Berlin scharf die Lehre der Irrtumslosigkeit der Bibel angegriffen. Das Treffen fand unter dem Motto statt: „Was ist heute bibeltreu?“ In zehn Fachvorträgen wurde „eindrucksvoll belegt“, dass das Prädikat „bibeltreu“, kein Vorrecht „fundamentalistischer“ Strömungen sei. Der Münchner Baptistenpastor Kim Strübind bezeichnete manche angeblich bibeltreuen Überzeugungen als "kollektive Verdummung". Prof. Andrea Strübind wies darauf hin, dass evangelikale Bekenntnisse wie die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz und die Lausanner Verpflichtung nicht die Irrtumslosigkeit der Bibel vertreten. Dr. Dietmar Lütz von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) behauptete, die Bibel lehre nicht ihre eigene Irrtumslosigkeit und kritisierte scharf die „Chicago-Erklärung“, auf die sich konservativ-bibeltreue Christen berufen.
Dies ist eine weitere Attacke versteckt bibelkritischer Evangelikaler im Kampf um den Begriff „bibeltreu“ und betrifft auch die langjährigen Auseinandersetzungen um die so genannte „Hermeneutik der Demut“, eine unter Evangelikalen zunehmend verbreitete Auffassung, dass die Bibel fehlerhaft sei. Zu dieser Thematik verweisen wir auf Dr. Wolfgang Nestvogels Artikel in „Bibel und Gemeinde Nr. 2/2003“ unter www.bibelbund.christen.net/htm/2003-2-21.html  , der anhand der Bibel die Lehre ihrer Irrtumslosigkeit belegt. Siehe den Artikel „Jesus und die Bibel“ unter www.dasjahrderbibel.de/JesusunddieBibel.htm 

Lothar Gassmann tritt aus drei Verbänden aus
Der Pforzheimer Theologe und Publizist Dr. Lothar Gassmann ist am 1. Oktober 2005 nach langjähriger Mitgliedschaft aus dem Bundesarbeitskreis der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ und aus der Bekennenden Kirche ausgetreten. Der Evangelischen Notgemeinschaft in Deutschland, zu deren Vorstand er momentan noch gehört, hat er - „falls nicht ein Wunder geschieht“ - seinen Austritt für die Zeit nach der nächsten Mitgliederversammlung angekündigt. Sein Amt als Schriftleiter innerhalb der Notgemeinschaft hatte er bereits im Juni dieses Jahres niedergelegt.
Der Theologe begründet seinen Austritt in allen drei Fällen mit den „heftigen persönlichen Auseinandersetzungen“ innerhalb dieser Organisationen, die „trotz mehrfacher Schlichtungsversuche und Vorschläge zur Versöhnung nicht beendet“ werden konnten. In Einklang mit seinem Arbeitgeber, der Arbeitsgemeinschaft für Religiöse Fragen, sei er zu dem Entschluss gelangt, sich „aus diesen lähmenden und fruchtlosen persönlichen Konflikten zurückzuziehen“ und sich „ungeteilt den Aufgaben zu widmen“, die Gott für ihn bereithalte.
Als weiteren gewichtigen Grund nennt Gassmann eine über einen längeren Zeitraum in ihm gereifte „freikirchliche geistliche Ausrichtung, auch in der Tauffrage“. Er und seine Familie besuchen bereits seit Jahren in Pforzheim eine freie bibeltreue Gemeinde, in der sie ihre geistliche Heimat haben. In dieser hat Lothar Gassmann am 2.Oktober 2005 die Glaubenstaufe empfangen. Quelle: Lothar Gassmann

Richtigstellung
In unserem letzten Newsletter Nr. 41 hatte ich im Zusammenhang von den Einheitsbemühungen der Ev. Allianz eine Aussage von Hartmut Steeb dahingehend zitiert, dass er gesagt habe, zur Einheit erforderliche Kompromisse würden „eigene Erbhöfe kosten“. Hartmut Steeb übersandte mir daraufhin sein Vortragsmanuskript, aus dem hervorgeht, dass die Aussage mit den „Erbhöfen“ in einem ganz anderen Zusammen getroffen wurde. Ich hatte offenbar die Grundlage meiner Meldung, einen Idea-Bericht, in diesem Punkt missverstanden und daher im Newsletter eine falsche Darstellung veröffentlicht. Ich bitte um Entschuldigung und Beachtung dieser Richtigstellung.

Religions-Gipfeltreffen 2006 in Moskau
Die Oberhäupter der Weltreligionen sollen sich vom 4.-5. Juli, unmittelbar vor dem G-8-Treffen in St. Petersburg, zu einem „Gipfeltreffen der Religionen“ in Moskau treffen. Veranstalter ist die russisch-orthodoxe Kirche, die hofft, dass sowohl sämtliche Weltreligionen als auch der Vatikan „auf hohen Niveau“ vertreten sein werden. Das Verhältnis zwischen römisch-katholischer und russisch-orthodoxer Kirche ist auf einem Weg der Entspannung.

Neue Betanien-Webseiten-Gestaltung
Seit September ist der Verlagsbereich unserer Internetseite eine „Baustelle“. Mittlerweile sind die Unterseiten fast vollständig erstellt und werden in Kürze wieder lückenlos und in neuer Gestaltung zur Verfügung stehen. Der Newsletter-Bereich ist bereits fertiggestellt. Auf allen Seiten ist dann per Mausklick eine „Druckansicht“ abrufbar, die das Ausdrucken erleichtert. Der Onlineshop war von dieser Umgestaltung nicht betroffen, soll aber im Laufe des Novembers ein neues Gesicht und verbesserte Funktionen erhalten.

Megachurch mit modernem „Evangelium“
Der Evangelische Pressdienst und livenet.ch berichteten (durchaus kritisch) über die größte „Megachurch“ („Superkirche“) der USA, der Lakewood Church in Houston, Texas. Dort besuchen jedes Wochenende rund 30.000 Menschen die „Gottesdienste“. Allerdings findet sich in dem umgebauten Sportstadion kein Kreuz, stattdessen etliche Spielautomaten. Der Hauptprediger Joel Osteen (Sohn des Autoren und Predigers John Osteen) verkündet offenbar keine Buße und Selbstverleugnung, sondern eine Botschaft, in der es darum geht, „die Menschen in ihrer Existenz positiv zu bestätigen.“ Gott wolle, so Osteen, „dass wir alle glücklich, gesund und ausgeglichen sind“. Diese „Macht des Positiven“ sei sein „Geheimrezept“. Unbequeme Themen wie Abtreibung und Homosexualität meidet er ebenso wie theologischen Tiefgang. Der Bestsellerautor, TV-Prediger und Multimillionär Osteen fliegt grundsätzlich in gehobener Klasse und logiert „in sehr teuren Hotels“.
Dies ist ein Beispiel für den großen Erfolg und Einfluss des falschen Selbstwertevangeliums von Robert Schuller & Co. Als Antwort darauf hat John MacArthur sein Buch „Durch die enge Pforte“ verfasst.

Charismatiker leitet PBC
Als Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden der „Partei bibeltreuer Christen“ (PBC), des pfingstkirchlichen Pastors Gerhard Heinzmann, wurde auf dem Bundesparteitag der PBC der 40jährige Unternehmer Walter Weiblen gewählt, der einer charismatischen Gemeinde in Ditzingen angehört (Quelle: idea). Die PBC ist für ihre pfingstlich-charismatische Prägung bekannt.

Naujokat übernimmt Schriftleitung von „Philadelphia“
Die nach eigenen Angaben „älteste christliche Zeitschrift Deutschlands“, die Monatsschrift „Philadelphia“, wurde in „Richtung“ umbenannt und wird von Pfarrer Gerhard Naujokat als Schriftleiter weitergeführt. Das Äußere der Zeitschrift wird zeitgemäßer, der Inhalt soll weiterhin konservativ bleiben. Nach dem Tod des bisherigen Schriftleiters Ernst Panzer im November 2004 (wir berichteten) war die Fortführung zunächst ungewiss.

Druck auf Missionare in Venezuela
Die Regierung Venezuelas hat angedroht, alle Missionare des Missionsdienstes New Tribes Mission (NTM) des Landes zu verweisen. NTM, das seit 59 Jahren in Venezuela arbeitet, wird u.a. unterstellt, für den US-Geheimdienst CIA tätig zu sein. Auslöser für die Vorwürfe war ein Aufruf des einflussreichen Fernsehpredigers Pat Robertson, den Präsidenten Venezuelas, Hugo Chavez, „auszuschalten“. Daraufhin hatte die venezuelanische Regierung den Missionaren die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis entzogen. Bisher wurde die Androhung noch nicht durchgesetzt. Aktuelle Informationen dazu finden sich in unserem Forum unter www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=240 

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Einige empfehlenswerte Neuerscheinungen:

John MacArthur (Hrsg.): Es ist nicht alles Gold was glänzt
Paperback, 250 Seiten, CLV, 8,50 Euro
www.cbuch.de/d_255979_Es_ist_nicht_alles_Gold_was_glanzt2468.htm 

Sylvia Plock: Die Frau in der Gemeinde
Paperback, 190 Seiten, CMD, 9,50 Euro
www.cbuch.de/d_253635_Die_Frau_in_der_Gemeinde2476.htm 

Wilfried Plock: Eine Ehe zur Ehre Gottes
Paperback, 160 Seiten, CMD, 8,50 Euro
www.cbuch.de/d_253634_Eine_Ehe_zur_Ehre_Gottes2475.htm 

G.C. Willis: Verborgene Schätze im griechischen Neuen Testament
Hardcover klein, 119 Seiten, Daniel Verlag, 9,95 Euro
www.cbuch.de/d_304525_Verborgene_Schatze2487.htm 

Lothar Gassmann (Hrsg.): Kleines Ökumene-Handbuch
Taschenbuch, 141 Seiten, Mabo, 9,80 Euro
www.cbuch.de/d_102752_Kleines_Okumenehandbuch2466.htm 

John MacArthur u.A.: Verändertes Denken
Hardcover, ca. 480 S., CLV, 14,90 Euro
www.cbuch.de/d_255655_Verandertes_Denken2452.htm 

Weitere Neuerscheinungen und interessante Sonderangebote finden Sie in unserem Onlineshop www.cbuch.de 
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