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STÄNDIG AKTUELLE NACHRICHTEN AUS CHRISTLICHER WELT

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Newsletter Nr. 12 vom 15. Januar 2004

Liebe Abonnenten der Betanien-Nachrichten,
hier erhalten Sie die 11. Ausgabe unseres Newsletters. Vielen Dank für Ihr Interesse und herzliche Grüße,
Hans-Werner Deppe

"Toronto-Segen" feiert 10jähriges Jubiläum
3500 Teilnehmer einer "Catch-the-Fire"-Konferenz in Toronto feierten im Oktober das 10jährige Jubiläum des so genannten "Toronto-Segens". Dem amerikanischen Magazin "Charisma" zufolge soll damit erwiesen sein, dass die Toronto-Bewegung keineswegs geschwächt sei. Etwa die Hälfte der Teilnehmer seien zum ersten Mal auf einer Catch-the-Fire-Konferenz gewesen.
Charima berichtet: "Anbeter, die zur 10-Jahres-Catch-the-Fire-Konferenz kamen, um ebenso schockende Erfahrungen zu bezeugen oder zu erleben, wurden nicht enttäuscht. Konferenzbesucher wie -redner gingen enthusiastisch in der partymäßigen Atmosphäre auf. Zahllose Personen begannen spastisch zu zucken, zu lachen, zu zittern, wie betrunken zu torkeln oder rücklings in die Arme von Auffängern zu fallen." Die Toronto-Bewegung hat im letzten Jahrzehnt einen enormen weltweiten Einfluss auf die Christenheit ausgeübt. Ein Niederschlag davon findet sich z.B. in dem sehr verbreiteten "Alpha-Kurs".
Eine hilfreiche Darstellung und Bewertung der Toronto-Bewegung ist unter http://www.deflei.info/Toronto.pdf abrufbar.

Katholischer Mel-Gibson-Film fördert Ökumene
Der im Frühjahr in die Kinos kommende Film "The Passion of Christ" vom erzkatholischen Produzenten Mel Gibson (siehe Newsletter Nr. 6) erfährt großen Zuspruch von evangelikaler Seite. Die US-amerikanische "Mission America Coalition" (MAC) will mithilfe des Films "unsere Kultur positiv beeinflussen". Der Film sei "eine enorme Gelegenheit für Christen in ganz Amerika, Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen." Der Präsident der MAC hofft, dass "durch den Film Zehntausende zum Glauben an Jesus Christus kommen."
Auch das Missionswerk "Campus für Christus" unterstützt den Film und hat im Internet eigens eine "The Passion Toolbox" bereitgestellt, an der u.a. auch die "Billy Graham Evangelistic Association" und die "Josh McDowell Ministry" beteiligt sind ( www.thepassiontoolbox.com ). Billy Graham, den Gibson besuchte, um ihn seinen Film zu zeigen, lobte den Film in höchsten Tönen.
Mel Gibson gehört einer als "fundamentalistisch" verrufenen katholischen Gruppierung an, die das 2. Vatikanische Konzil als zu fortschrittlich ablehnt.
Gibson beansprucht, er sei vom Heiligen Geist zu dem Film inspiriert worden. Außerdem beruhe ein Großteil des Films auf dem Buch "Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus" von der katholischen Mystikerin und Visionärin Anna Katharina Emmerich (1774-1824). Dieses Buch sei aus Gibsons Regal gefallen, woraufhin er es gelesen und daraus die Anregungen und Details zu dem Film empfangen habe.
Von katholischer Seite aus wird versucht, mithilfe einer Kampagne den Film überhaupt in deutsche Kinos zu bekommen. Papst Johannes Paul II. hat den Film wohlwollend gelobt.
Quellen: kath.net, charismamag.com, Detroit Free Press u.a.

Pauschale Hetze gegen "Fundamentalisten"
Bibeltreue Christen werden immer häufiger mit gewaltbereiten Islamisten in einen Topf geworfen.
In einem 5-seitigen Artikel über deutsche Außenmissionare stellte "der Spiegel" in seiner Weihnachtsausgabe evangelikale Missionare in seinem typischen diffamierenden Stil als Fundamentalisten und "protestantische Sektierer" hin, deren "religiöser Absolutheitsanspruch dem Eifer muslimischer Extremisten kaum nachsteht". Manche Unnüchternheiten bei pfingstlerischen Missionaren mögen den "Spiegel" in seinem Urteil bestärkt haben.
Der Radiosender WDR 5 strahlte am 1. Januar eine Sendung aus mit dem Titel "Erweckung und Politik. Von ,wiedergeborenen' Christen und anderen Überzeugungstätern." In dieser 1-stündigen Dokumentation wurde die US-Politik von George Bush mit seinem evangelikalen Hintergrund begründet und die evangelikale Bewegung (in der Sendung als "wiedergeborene Christen" bezeichnet) als vergleichbar mit islamischen Fundamentalisten hingestellt.
Auch Bundespräsident Johannes Rau spricht von islamischen und christlichen Fundamentalisten in einem Atemzug: "Wir müssen darauf achten, dass nicht die Fundamentalisten das Sagen kriegen. Weder die muslimischen noch die christlichen, denn die gibt es auch."
Immer wieder wird der Vorwurf laut, Bibeltreue führe "zurück ins Mittelalter". Das stellt die Tatsachen auf den Kopf, denn das Mittelalter hörte gerade dadurch auf, dass die Bibel im Volk verbreitet wurde. Die Situation der Gesellschaft hingegen mit ihrer Vorliebe für Okkultismus, Hedonismus, Heidentum usw. ist vergleichbar mit der Zeit, als Europa ins Mittelalter hinabsank.
Quellen: Spiegel 52/03, www.wdr5.de  (das Manuskript zur Sendung ist abrufbar unter http://www.wdr5.de/sendungen/scala/manuskript/pdf-file_manuskript.pdf ), idea spektrum

Katholiken und Ökumeniker bei Allianz-Gebetswoche
Die jährliche Allianz-Gebetswoche, die dieses Jahr vom 11.-18. Januar an ca. 1250 Orten stattfindet, findet auch Anklang bei Ökumenikern und Katholiken.
Erstmals beteiligt sich ein führender Repräsentant des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Bischof Theodor Clemens, mit einer Grußansprache an der Gebetswoche. Im Gegenzug wirkt der Berliner Allianz-Repräsentant Axel Nehlsen Ende Januar bei der ACK-Gebetswoche für die Einheit der Christen mit. Er wird am 24. Januar bei der Eröffnung der ACK-Gebetswoche in der katholischen St. Hedwigskathedrale in Berlin ein Grußwort sprechen.
An den Veranstaltungen der Allianz-Gebetswoche beteiligen sich mittlerweile auch vereinzelt katholische Pfarreien, was in der Allianz jedoch unterschiedlich beurteilt wird. Idea Spektrum veröffentlichte jetzt Pro- und Kontra-Beiträge von zwei Allianz-Ortsvorsitzenden. Der Allianz-Vorsitzende von Siegen, Pastor Fritz Meyer zur Hörste, lehnt darin eine offizielle Beteiligung der katholischen Kirche ab und sprach sich dagegen aus, dass ein katholischer Priester oder Bischof die Leitung des Abends oder des Gebetes übernimmt. Es dürfe nicht egal werden, ob man zu Jesus oder zu "Maria" betet.
Quelle: idea spektrum

Interreligiöse Ökumene und Weltkirchenrat
Der neue Generalsekretär des Weltkirchenrats (ÖRK bzw. WCC), Samuel Kobia, sagt, der inter-religiöse Dialog habe während seiner Amtszeit höchste Priorität. "Ich bin fest überzeugt, dass der Weltkirchenrat der beste Platz ist, um eine Plattform zu bieten für einen globalen Dialog unterschiedlicher Glaubensrichtungen", sagte der Kenianer in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ENI. Dem Weltkirchrat gehören über die Mitgliedschaft im deutschen Zweig, dem ACK, auch zahlreiche deutsche Freikirchen an.

Papst ruft zu neuer Weltordnung auf
In seiner Neujahrsbotschaft zum Weltfriedenstag hat Papst Johannes Paul II. zur Schaffung einer neuen internationalen Ordnung aufgerufen. Sie soll basieren auf der Würde des Menschen, auf Solidarität unter reichen und armen Nationen und auf den außerordentlichen Ergebnissen des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts. Er appellierte auch, die Uno zu stärken. Unter dem Punkt "Eine neue internationale Ordnung" sagt der Papst: "Die Menschheit braucht jedoch heute, angesichts einer neuen und schwierigeren Phase ihrer authentischen Entwicklung, einen höheren Grad internationaler Ordnung. Die Staaten müssen dieses Ziel als eine klare moralische und politische Verpflichtung ansehen, die Klugheit und Entschlossenheit verlangt. Ich erneuere den Wunsch, den ich 1995 ausgesprochen habe: Es ist notwendig, dass die Organisation der Vereinten Nationen sich immer mehr aus dem kalten Stadium einer administrativen Institution zu dem eines moralischen Zentrums erhebt, in dem sich alle Nationen der Welt zu Hause fühlen und ihr gemeinsames Bewusstsein entfalten, sozusagen eine ,Familie der Nationen' zu sein."
Die Bibel hingegen warnt: "Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie ..." (1Thes 5,3).
Quelle: www.vatican.va 

Papst bekräftigt Marienverehrung
Anlässlich des 160. Jahrestages der Erscheinung des "Traktats über die wahre Verehrung der seligen Jungfrau Maria" bekräftigte der Papst die Wichtigkeit der Marienverehrung. Diese Schrift habe bei ihm bereits als Jugendlicher seine "Bedenken entkräftet, dass die Verehrung von Maria, wenn sie zu groß ist, die Vorrangstellung Jesu gefährden könnte" und "dass diese Gefahr nicht besteht, wenn man das Mysterium Mariens im Hinblick auf Christus lebt". Das offizielle Amtsmotto des Papstes ist diesem Traktat entnommen: "Ich bin Dein und all das Meinige gehört Dir, mein geliebter Jesus, durch Maria, Deine heilige Mutter." Nach Ansicht des Papstes "begleitet uns Maria auf unserer Pilgerschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe hin zu einer immer stärkeren Gemeinschaft mit Christus". Er bekräftigte die "wunderbaren Auswirkungen, die eine vollkommene Hingabe an Maria hat", so wie es das erwähnte Traktat eines katholischen Heiligen lehrt.
Der Bibel zufolge ist es jedoch für Gott ein Gräuel, Tote anzurufen, und zieht es den Zorn Gottes auf sich, Menschen zu verehren statt den Schöpfer.
Quelle: kath.net

Bei Familie Loh laufen die Fäden zusammen
Irene Gilbert-Loh hat am 7. 1. 2004 ihr 85. Lebensjahr vollendet. Die Mutter der Unternehmer und einflussreichen Evangelikalen Joachim und Friedhelm Loh ist Mitbegründerein der Arbeitsgemeinschaft Biblische Frauenarbeit (ABF). Darüber hinaus gehörte sie jahrelang zum Leitungsgremium des Missionshauses Bibelschule Wiedenest und des Evangeliums-Rundfunks (ERF), zu dessen Mitbegründern sie zusammen mit ihrem ersten Mann Rudolf Loh (gestorben 1971) gehörte. Ferner war sie Mitbegründerin der evangelischen Nachrichtenagentur idea. Ab 1974 war Irene Gilbert-Loh verheiratet mit Pastor Wilhem Gilbert (gestorben 1998), der lange Jahre Vorsitzender der Deutschen und der Europäischen Allianz war.
Drei Kinder der Familie Loh nehmen ebenfalls Spitzenpositionen unter den Evangelikalen ein: Der Großunternehmer Friedhelm Loh ist Vorsitzender der Stiftung Christliche Medien (Dachgesellschaft der Verlage Hänssler, Bundes-Verlag, ERF, Brockhaus und Oncken). Unternehmer Joachim Loh ist Vorsitzender des Missionshauses Bibelschule Wiedenest und des ERF. Tochter Margarete Kupsch-Loh ist Vorsitzende des Christlichen Medienverbundes (KEP).
Quelle: Kep

Samuel Külling gestorben
Kurz vor seinem 80. Geburtstag ist am 15. Dezember der führende evangelikale Theologe Prof. Samuel Külling (Riehen bei Basel) an einem Herzinfarkt gestorben. Külling war Gründer und Leiter der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule (STH) Basel und Herausgeber der Zeitschrift "Fundamentum". Er hat sich besonders gegen die grassierende Bibelkritik stark gemacht. Unter seiner Obhut als Rektor und Dozent für Altes Testament wurden an der STH seit 1970 über 900 Christen theologisch ausgebildet. Als Nachfolger Küllings war bereits vor dessen Tod der paraguayanische STH-Absolvent Dr. Jacob Thiessen berufen worden.

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Robert Clouse: Der Christ und der Krieg - Vier Standpunkte.
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Erich Brüning: Der fremde Agent
Freimaurerei, Vatikan und die Evangelikalen
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Rezension von G. Meskemper: http://www.betanien.de/Material/literarisches_Artikel/Agent_Besprechung.htm

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